http://tsv-hoefingen.de/wp-content/uploads/2020/06/IMG_0069-1-4.jpghttp://tsv-hoefingen.de/wp-content/uploads/2020/06/IMG_0069-1-4.jpgBergwanderung: Schesaplana-Umrundung
Bergwanderung: Schesaplana-Umrundung
Bergwanderung: Schesaplana-Umrundung

Am vergangenen Wochenende haben drei Jedermänner, die schon vor Corona geplante 3-Tages Bergwanderung rund um die Schesaplana durchgeführt. Auf den Berghütten hatten wir unseren Übernachtungsplatz sicher. Wir hatten schon im Januar unsere Übernachtungen gebucht. Denn die Übernachtungsplätze sind wegen Corona begrenzt und man bekommt nur einen Platz bei vorhandener Reservierung. Während früher nur ein leichter Hüttenschlafsack für eine Hüttenübernachtung nötig war, musste nun wegen Corona ein „richtiger“ Schlafsack und ein zusätzlicher Kissenbezug (= Hüttenschlafsack) für die Übernachtung in Berghütten mitgebracht werden. Und natürlich mussten die Hygienevorschriften zu Corona befolgt werden.
Wie bei jeder Bergtour spielt auch das Wetter eine wichtige Rolle. Es sollte mitmachen, um die Tour wie geplant umzusetzen und es hat mitgemacht. Obwohl die Wettervorhersage nicht so gut war und wir bei Ankunft in Brand mit Regen empfangen wurden, hörte dieser mit dem Start unserer Tour schlagartig auf. Am Freitag, um die Mittagszeit starten wir von Brand-Innertal (Vorarlberg) und wanderten auf die Oberzalimhütte (1889 Meter). Vorbei an den Glinga Wasserfällen nahmen wir den etwas weiteren Weg über die Untere und Obere Brüggelealpe. Bei schönstem Ausflugswetter erreichten wir nach 4 Stunden die fast leere Oberzalim Hütte. Die Hütte war nur zu einem Viertel belegt und wir drei Jedermänner hatten ein Zimmerlager für uns. Kein Massenlager! Auch das Abendessen fand in ruhiger und geselliger Atmosphäre statt. So was hat man schon lange nicht mehr erlebt, im Gegensatz zu den überfüllten Hütten am Wochenende in den letzten Jahren.

Abmarsch von der Oberzalim Hütte

Am zweiten Tag unserer Tour wollten wir von der Oberzalim
Hütte über den Schesaplana Gipfel zur Schesaplana Hütte (Schweiz) wandern. Da
jedoch der Leibersteig zum Gipfel wegen Schnees gesperrt war, musste die
Gipfelbesteigung ausfallen und wir nahmen den Weg über die Spusagang Scharte
(2237 Meter) und das Kleine Furka Joch (2248 Meter). Dort machten wir Mittag. Während
Reinhard auf „direktem“ Weg zur Schesaplana Hütte wanderte, 7 Stunden reichten
ihm, machten Klaus und Georg einen Schlenker über das Barthümeljoch, das ihre
Wanderzeit auf 10 Stunden erhöhte. Aber bei herrlichem Bergwetter lässt sich
das gut verkraften. Die Schesaplana Hütte (1908 Meter) war nur zur Hälfte
belegt. Wir hatten wieder unser Zimmerlager für drei Personen. Das Essen zu Schweizer
Preisen war gut und danach genossen wir einen schönen Sonnenuntergang in den
Schweizer Bergen.  Am nächsten Tag wanderten
wir auf dem Prättigauer Höhenweg zurück über das Gafalljoch (2239 Meter).

Reinhard, Klaus, Georg am Gafalljoch (hinten rechts die Schesaplana)

Vom Joch stiegen wir zum Lünersee ab und gingen zum Auto, mit dem es am Sonntag Stau frei zurück nach Höfingen ging. Es war eine schöne Bergtour bei herrlichem Bergwetter und vor allen Dingen mit sehr vielen blühenden Bergblumen, wie z.B. Enzian und Berganemonen, die man auf den Bergwiesen bewundern konnte.