Gratwanderung auf der Nagelfluhkette

Nachdem letztes Jahr unsere Bergtour verregnet war hatten wir dieses Jahr mehr Glück mit dem Wetter. Unser diesjähriges Ziel war das Staufner Haus 1634 m im Allgäu. Es liegt im Naturpark Nagelfluhkette am Hochgrat bei Steibis. Drei Jedermänner machten sich letzte Woche auf den Weg, die bekannte, aussichtsreiche aber anstrengende Gratwanderung auf der Nagelfluhkette zu erwandern. Nach Stau freier Anfahrt parkten wir unser Auto auf dem Parkplatz der Hochgratbahn Talstation. Zum Eingewöhnen stiegen wir in ca. 3 Stunden auf breiten Almwegen, vorbei an einer 1000jährigen Eibe, vom Parkplatz zum Staufner Haus auf. Wir nutzen nicht die Möglichkeit der Seilbahn, was sicherlich ein mehr relaxter Einstieg gewesen wäre.

Nach dem Bezug des Matratzenlagers genossen wir den schönen Ausblick über das Allgäu. Die Bewirtung des Staufner Hauses ist auf vegetarische Kost spezialisiert. Wir schätzten diese Abwechslung und aßen die hervorragend zubereiteten Speisen, insbesondere die Käsespätzle.

Am zweiten Tag starteten wir von der Hütte zur Gratwanderung nach Osten, Richtung Immenstadt auf dem Kamm der Nagelfluhkette. Über erstes Nagelfluhgestein, dem sogenannten Herrgottsbeton, ging es aussichtsreich bergan zum Gipfel des Hochgrats 1834 m, der zugleich den höchsten Punkt der gesamten Bergtour darstellt.

Jedermänner am Hochgrat

Die klare Herbstluft ließ unsere Blicke über die unterschiedlichen Allgäuer Berglandschaften schweifen. Von den flachen Hügeln im Norden über den Bodensee, dem Säntis im Westen bis zu den Bergen im Süden und dem Hochvogel im Osten.  Über die Brunnenauscharte ging es weiter zum nächsten Gipfel, dem Rindalphorn 1622 m. Die Mittagspause machten wir nach einem rutschigen Abstieg in der Gündlesscharte. In der Nacht hatte es geregnet und dieser Abstieg war recht rutschig und anstrengend. Deshalb machten wir uns nach der Mittagspause wieder auf dem gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren. Am Abend gab es wieder das gute Essen auf der Hütte mit lokal hergestellten und zu empfehlenden Apfel-Kirsch Mostschorle. Und als Höhepunkt gab es den Sonnenuntergang über dem Bodensee und der herrlichen Landschaft.

Staufner Haus mit Sonnenuntergang überm Bodensee

Bei bestem Wetter und herrlicher Aussicht wanderten wir am nächsten Tag in westlicher Richtung über den Seelekopf 1663 m und den Falken 1564 m. Zur Mittagszeit kehrten wir in der Falkenhütte ein. Es war auch hier eine anspruchsvolle und anstrengende Gratwanderung. Nach zweistündigem Abstieg erreichten wir unser Auto und fuhren Stau frei wieder nach Höfingen zurück mit bleibenden und aussichtsreichen Eindrücken von unserer Bergtour.